Sunday, 14. february 2010
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11:06
Tja, das war es, mein ERASMUS. Und es hätte nicht besser laufen können. Die wunderschönen Orte, die ich gesehen habe, die Erlebnisse in der Uni, die spanische Lebensweise, das Essen, die
Sprache.
ERASMUS war für mich aber vor allem Multiinternationales Leben. Mit Nicola und Giovanni aus Italien vor den Praxisarbeiten in Television schwitzen. Mit Jose aus Brasilien einen Lotteriespot drehen.
Mit Carlos aus Spanien über den Stierkampf streiten. Mit Helene aus Frankreich in den Bergen wandern. Mit Anne aus Belgien "I'm like a Bird" singen. Mit Mateo aus Italien über Untreue diskutieren.
Pablo aus Spanien deutsch beibringen. Mit Kyu aus Korea über Kyu aus Korea reden. Marvin aus Italien Ligabue singen hören. Und oh man - von Tascha beim Joggen motivieren lassen. Mit Eva Hüpfbilder
in Valencia machen. Mit Lenchen den schrecklichsten Kartoffelsalat aller Zeiten vorbereiten. Und mit ALLEN im guten Badulake zu "I gotta feeling" ausflippen!
von Tina
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Thursday, 11. february 2010
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11:58
...ist fast genauso schlimm wie der erste Schritt, den ich am 10. September gemacht habe. Nur unglaublich, wie sehr sich mein Bild von ERASMUS seitdem verändert hat. Im September war es noch die
Herausforderung, der ich mich stellen will/darf/muss. Heute, fast ein halbes Jahr danach, bedeutet ERASMUS für mich nur noch FREIHEIT!
Heute Abend heißt es ein letztes Mal BOTELLON und ein letztes Mal BADULAKE. Morgen um eins geht der Bus Richtung Flughafen. Mit Lenchen, mir und meinen viel zu schweren Koffern an Bord. Und dann
heißt es endgültig Tschüss sagen. Ich will noch gar nicht dran denken, das wird ein Geheule! Ich kenn mich doch...
Heute Nacht war eine der besten ERASMUS-Partys, die ich miterleben durfte. Mit vielen vielen vielen neuen ERASMUS-Studenten. Sie haben all das noch vor sich...
von Tina
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Monday, 8. february 2010
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13:57
Keine Frage, weil ich heute meine letzte Prüfung geschrieben habe! Morgen noch einmal in die Uni, um meine Noten und meine Praxisarbeiten abzuholen, ansonsten werden die nächsten vier Tage hier
in Murcia noch rundum genossen. Mit den Mädels und mit Partys!
von Tina
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Wednesday, 3. february 2010
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13:23
Seit fast sechs Monaten adoptierte Spanierin und es gibt immer noch drei Dinge, die kann ich selbst nach dem hundertmillionsten Mal Hören nicht verstehe:
1. Was sagt die nette Dame im Lautsprecher, wenn ich den Türöffner drücke?
2. Was will mir mein Dozent in Creatividad sagen? Ich höre ihn jede Woche eine Stunde im Theoriekurs, setz mich mittlerweile schon in die zweite Reihe, aber es bringt alles nichts. Kann daran
liegen, dass er beim Reden die Zähne nicht auseinander bewegt, kann aber auch daran liegen, dass ich den Stoff einfach überhaupt nicht kapiere.
3. Das Spanisch der Italiener: Es ist zum Verzweifeln. Sie plaudern auf dich ein und denken dabei auch noch, sie wären die größten Sprachkönige. Dabei blitzt nur so zwischendurch immer mal ein
spanisches Wort hervor.
Ansonsten können wir eigentlich rund um stolz auf unser Spanisch sein. So stolz auf unser Spanisch, dass gestern eine neue ERASMUS-Studentin aus England mit uns sprechen wollte und ich kein
Englisch mehr kann!!! Es ist nicht zu beschreiben, da lernt man Englisch seit der fünften Klasse, und dann fehlen die leichtesten Wörter: "In which part of la ciudad vives in Murcia?", "How long
vas a quedar aqui in Murcia?" - zum Verrückt werden...
So ein junger Spanier hat mir gestern gesagt, mein Spanisch wäre exzellent, wo ich nur meinen französischen Akzent her hätte? Ähm, gut, ein halbes Jahr Wahlfach auf der Realschule, ich kann mich an
"salut" und "bicyclette" erinnern, aber ansonsten? Liegt wohl an meinem "nicht rollendes Tina-R", für das ich hier ausgelacht werde. "Sag doch mal "Rudis Roller rollt rund!"
Noch 6 Tage...
von Tina
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Monday, 1. february 2010
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13:19
...und das mitten in der Prüfungszeit, in der die Nerven so oder so schon blank liegen... Meine Mitbewohnerin hat die Rechung zu spät gezahlt. Nichts Neues. Bei den Spaniern, das weiß man
mittlerweile, geht doch alles LANGSAMER und GEMÜTLICHER.
Die Damen und Herren, die dafür sorgen, dass ich Licht auf dem Klo, Heizung im Schlafzimmer und Strom für meinen Laptop habe, finden das aber scheinbar nicht so witzig und haben uns doch mal glatt
den Stromhahn zugedreht. DA sind die Spanier nicht so langsam und gemütlich.
Gelernt wird jetzt in der Unimediathek bei voller Gesprächslautstärke all der anderen Studenten. Krise ist angesagt, Mittwoch Klausur, Freitag Klausur, Montag Klausur... Viva la vida Erasmus!
von Tina
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